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Konzept
LOGOS - Freie Zeitschrift für wissenschaftliche Philosophie
veröffentlicht Aufsätze, die eine klare Antwort auf eine klare philosophische Frage geben und mit Argumenten begründen und verteidigen. In diesem Sinne ist es eine Zeitschrift für „wissenschaftliche“ Philosophie. Die veröffentlichten Texte dienen der Wahrheitsfindung und sind theoretisch, d.h. sie streben größte Klarheit, Genauigkeit und Überzeugungskraft an und sind nicht existentialistisch, historisch oder dichterisch. Der Themenbereich umfaßt alle Bereiche der Philosophie, besonders die Kernbereiche Metaphysik (einschließlich Ontologie), Ethik, Naturphilosophie, Philosophie des Geistes, Erkenntnistheorie, Religionsphilosophie und Ästhetik. Erwünscht sind nicht nur Aufsätze, die Detailfragen aus der zeitgenössischen Diskussion behandeln, sondern auch solche, welche die großen und klassischen Fragen der Philosophie zu beantworten suchen. Nicht im Rahmen der Zeitschrift liegen rein historische oder doxographische Aufsätze. Die Verwendung, Kritik oder Verteidigung von Auffassungen oder Argumenten aus alten Texten ist jedoch willkommen, wobei besonders der Erschließung vernachlässigter deutscher Schriften Raum eingeräumt wird.
LOGOS ist eine freie Zeitschrift in einem dreifachen Sinne. Erstens ist die Zeitschrift frei zugänglich ("open access") im Internet (und nicht nur gegen eine teure Gebühr, die von den Bibliotheken gezahlt werden muß) und ist damit die erste deutsche „Open Access“-Fachzeitschrift für Philosophie. Zweitens geben die Verfasser nicht, wie bei anderen Zeitschriften üblich, das ausschließliche Nutzungsrecht an ihren Texten an die Zeitschrift bzw. einen Verlag ab, sondern sie bleiben frei in der Verwendung ihres Textes. Sie müssen z.B. bei einem Wiederabdruck nicht LOGOS um Erlaubnis fragen und keine Gebühr bezahlen. Drittens sind die Autoren und die Zeitschrift frei darin, welche Auffassungen sie vertreten. Es dürfen alle Auffassungen vertreten werden, allerdings hat LOGOSklare Qualitätsanforderungen und eine stilistische Ausrichtung.
Die Sprache der Zeitschrift ist Deutsch. Philosophische Forschung findet auch auf deutsch statt. Diese Zeitschrift soll ein Forum dafür bieten.
Rubriken-Richtlinien
Artikel
Peer-Review-Vorgang
Eingereichte Aufsätze werden anonym begutachtet. Die Entscheidung über die Annahme fällen die Herausgeber in Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Beirat. Jedes Mitglied des wissenschaftlichen Beirats kann die Veröffentlichung eines eingereichten Aufsatzes bewirken. Damit wird der Gefahr entgegengewirkt, daß bei einer anonymen Begutachtung besonders gute oder originelle Texte abgelehnt werden, weil die Gutachter versucht sind, Konkurrenten oder Auffassungen, die sie für falsch halten, schlecht zu bewerten. (Vgl. B. S. Frey: "Publishing as Prostitution? Choosing Between One's Own Ideas and Academic Failure" (2002) und F. J. Tipler: "Refereed Journals: Do They Ensure Quality or Ensure Orthodoxy?" (2003).)
Die Richtlinien für Gutachter lauten wie folgt. Gutachter werden gebeten, bei jeder der folgenden Aussagen mit einer Zahl zwischen 1 und 10 anzugeben, inwieweit sie auf den Aufsatz zutrifft. 10 bedeutet „Trifft in dem Maße zu, in dem es auf die in der betreffenden Hinsicht besten zeitgenössischen Aufsätze zutrifft“. 1 bedeutet „Trifft nicht zu". (Hinweise zum Schreiben und Bewerten philosophischer Aufsätze finden sich auch HIER und auf englisch HIER.)
- Eine klare philosophische Frage wird gestellt. Eine klare Antwort wird gegeben.
- Die These wird gut erläutert und begründet.
- Der Aufsatz ist klar. Wo nötig, werden Begriffe bzw. Terme an geeigneter Stelle klar definiert. (Zum Beispiel mit „Unter ... verstehe ich ...“.) Es entstehen keine Unklarheiten durch metaphorische oder schillernde Rede. Die Sätze sind klar, d.h. sie machen klare, präzise Aussagen, und es ist leicht verstehbar, welche Aussagen sie machen. Die Aussagen sind genau genug (z.B. nicht „Einzeldinge stehen in Beziehung zu Universalien“, sondern „Einzeldinge sind Exemplifikationen von Artuniversalien“).
- Der Aufsatz ist leserfreundlich. Die Sätze sind klar und wären nicht besser, wenn sie kürzer wären. Die ausgedrückten Gedanken ließen sich nicht mit anderen Worten oder Formulierungen leichter verständlich oder genauer ausdrücken. Es werden nicht mehr Fremdworte verwendet als nötig. Der Stil ist sachdienlich und angenehm zu lesen (z.B. nicht zu viele Substantivierungen oder zu viele Passivkonstruktionen). Stets ist klar, welche Frage gerade behandelt wird. Der Leser wird nicht über die Absicht des Autors im Dunkeln gelassen (z.B. indem die vertretene These später genannt wird als es dem Lesen dienlich wäre).
- Klarer und logisch aufgebauter Gedankengang. Jeder Punkt wird an einer geeigneten Stelle so ausführlich wie nötig und nicht ausführlicher als angemessen behandelt.
- Der Aufsatz enthält viel Originelles (Thesen, Argumente, Methode, Verständnis der Frage).
- Die wichtigsten Einwände und die wichtigsten alternativen Thesen (d.h. die verbreitetsten oder die plausibelsten) werden berücksichtigt.
- Interessante neue oder ältere Literatur wird berücksichtigt (durch Verweise und, soweit angemessen, durch Anmerkungen oder Auseinandersetzung in Fußnoten oder auch im Haupttext).
- Der Aufsatz ist veröffentlichenswert.
- Im Falle einer Veröffentlichung sollte der Aufsatz noch gestrafft (gekürzt) werden.
- Im Falle einer Veröffentlichung müßte der Aufsatz noch überarbeitet werden in Bezug auf (bitte kennzeichnen): Tippfehler; sprachliche Glättung (z.B. verbesserbare Formulierungen); Stil und Gedankenfluß (z.B. Übergänge; Wiederholungen).
Erscheinungsfrequenz
Die Jahrgänge von Logos werden numeriert, aber die Beiträge werden laufend und so bald wie möglich veröffentlicht. Dadurch kann die Zeitspanne zwischen Einreichen und Veröffentlichung wesentlich kürzer als bei Papierzeitschriften sein.
Open-Access-Richtlinie
Diese Zeitschrift bietet freien Zugang ("Open Access") zu ihren Inhalten, entsprechend der Grundannahme, daß die freie öffentliche Verfügbarkeit von Forschung einem weltweiten Wissensaustausch zugute kommt. (Informationen zu Open Access: deutsch, englisch.) Die Beiträge werden mit den Metadaten der "Open Archive Initiative" (OAI) abgespeichert und sind dadurch mit allen OAI-Suchmaschinen, z.B. BASE oder OAISTER, (und natürlich auch mit Google) schnellstens auffindbar.
Archivierung
Diese Zeitschrift verwendet das LOCKSS-System, um mit Hilfe der teilnehmenden Bibliotheken ein dezentralen Achivierungssystem zu schaffen, bei dem diese Bibliotheken die Zeitschrift zu Aufbewahrungs- und Wiederherstellungszwecken permanent archivieren. Mehr...
ISSN: 1869-3423